Texte

Artist statement
Meine Drahtskulpturen: Man hat eine feste Form vor Augen und und schaut zugleich durch sie hindurch. Das Geflecht aus Knoten und schwarzen Linien ist eine dreidimensionale Zeichnung, die sich mit jeder Ansicht verändert. Aus einer abstrakten Vorstellung heraus, wie dem Erleben von Freiheit, entstehen bei mir Skulpturen mit assoziativen Formen. Beim „Drahtweben“ knüpfe ich Strukturen, die biologischen Zellen ähnlich sind. Manchmal bekommen die „Webmuster“ eine rhythmische Ordnung wie sie Maschinen erzeugen, im Detail sind sie chaotisch und „handschriftlich“. Durch die handwerkliche Seite des Drahtflechtens erfahre ich mich selbst und erspüre die „Proportion“ meiner Arbeit.

Die Grafiken werden wie die Skulpturen von der Linie bestimmt. Sie entstehen im freien improvisatorischen Spiel. Räumlichkeit wird angedeutet und an anderer Stelle in die Fläche „gedrückt“, Formen und Anatomien werden dekonstruiert, beabsichtigte Striche werden teilweise unvollständig ausgeführt, um die „Offenheit“ der Grafik nicht zu gefährden. Ich vergesse mich beim Zeichnen. Es sind starke Momente aus Literatur, Musik und dem Leben, die ich dabei verehre. Die Natur, in der das „Zufällige“ seine Platz hat, hat mein Verständnis vom Entstehen und Gelingen von Kunst geprägt. Selbstgebaute und gefundene Zeichenwerkzeuge ergänzen die Handschrift und nehmen ihr das Absichtsvolle